Die weibliche Handball-A-Jugend des TVE Netphen hat sich in ihrer Qualifikationsrunde für die Ober- und Regionalliga in Lünen als Tabellenerster behauptet, hat damit einen Oberligaplatz sicher. Ob es mehr werden kann, steht noch nicht fest, denn kurioserweise hat der Verband vier Qualirunden angesetzt, darf aber nur drei Mannschaften für die Runde auf NRW-Ebene benennen.
Hier kann sich aus zwei Dreier-Gruppen allein jeweils der Erstplatzierte für die höchste Spielklasse qualifizieren. „Keine Ahnung, nach welchen Kriterien jetzt verfahren wird. Die anderen Gruppensieger aus Menden, Hemer und Soest haben wie wir 6:0-Punkte erzielt“, harrt Trainer Andreas Kania nach Einreichung der Meldung für die NRW-Ebene der Entscheidung der Funktionäre.
Wie engagiert die Netphener sind, um als einzig verbliebenes weibliches Aushängeschild des Kreises (Eiserfeld hat ja keine Mannschaft mehr gemeldet, Ferndorf ist in der Oberliga-Quali ausgeschieden) um Regionalliga-Punkte kämpfen zu können, wird schon daran deutlich, dass extra für das Turnier in Lünen der Eiserfelder Neuzugang Jeannette Gräf aus Oberstdorf, wo sie mit der RSV-D-Jugend auf Abschlussfahrt war, abgeholt wurde.
Eine durchaus sinnvolle Entscheidung, denn gleich im Auftaktmatch gegen den gastgebenden Lüner SV, der als härtester Gegner angesehen wurde und am Ende auch Rang zwei belegte, verletzte sich nach zehn Minuten Spielmacherin Anna Wulfestieg, schied mit geschwollenem Fuß aus. Zur Pause der auf 2 x 20 Minuten angesetzten Spiele lag der TVE mit 10:12 hinten, sorgte aber eingangs der zweiten Hälfte per Doppelschlag in Unterzahl für ein dickes Ausrufezeichen und feierte schließlich dank jetzt verbesserter Abwehr einen 21:15-Erfolg.
In zweiten Match gegen den HV Sundern musste Hanna Kania aufgrund von Kreislaufproblemen passen. „Es war ungemein warm in der Halle“, so der Trainer, der gegen den schwächsten Kontrahenten einen glanzlosen, aber souveränen 22:15 (10:8)-Erfolg sah.
Zum Abschluss ging es gegen die Westfalia aus Hombruch, die theoretisch (knappe Niederlage gegen Lünen) noch über einen Dreiervergleich den Gruppensieg hätte landen können. Doch die Netphener Mädels waren, erfrischt durch einen halbstündigen Spaziergang, voll da und lieferten eine glänzende Vorstellung ab, schossen die Dortmunderinnen mit 26:9 (11:2) ab.
„Wir sind bereit“, lautet das Fazit von Kania, der jetzt gespannt abwartet, wie der Verband eine Lösung für das Rätsel („drei aus vier“) findet.
Meines Wissens hat der BVB einen direkten Startplatz als letztjähriger Meister, die verbleibenden 2 Plätze werden wie im SiS z usehen unter 5 Mannschaften ausgespielt. (Matthias).




